Montag, 15. April 2013

Konzertbericht: VS MUSIC CONTEST

Wir hatten nie große Erwartungen an den VS.
Lag in erster Linie daran, dass Phil den VSMC mit dem Badenova Music Contest verwechselt hat und daher ein falsches Bild hatte.
Ist eine andere und längere Geschichte. Phil mag den Badenova MC jedenfalls nicht. Dann gingen wir auch davon aus, dass die Band aus Villingen, Epic Holiday, sowieso einen Heimvorteil haben würden.
Und bei der Tri-Bune haben wir einen Fanbus bekommen, beim VS mussten wir selbst Geld zahlen, damit wir überhaupt teilnehmen dürfen.
War aber dann doch echt cool. Die Mitarbeiter des Jugend- und Kulturzentrums K3 sind alle super cool gewesen. Mit jedem konnte man sich angenehm unterhalten, alle waren nett und man hatte auch wirklich Spaß mit den Leuten.
Der Soundcheck mit Tonchef Erbse und seinen Helfern lief super genau wie beim Gig selbst.
Und weil alles so cool und nett war, gibt es kaum spannendes darüber zu erzählen.
Das Drumrum. Wir waren viel zu früh da und man hatte auch noch eingerechnet, das jede Band zu spät kommt. Weil wir die letzte Band des Abend waren, hatten wir bis auf eine halbe Stunde Aufbau/Soundcheck fast acht Stunden im Grunde nichts zu tun. Das war etwas doof, kann aber auch niemand was dafür. Man hätte sich eigentlich prima betrinken können, haben wir dann aber auch bleiben lassen.
Auf der Fahrt dachten wir uns aus Spaß, dass wir von unserem netten Image weg müssen und fiese Typen mit Lederjacken und Bärten werden müssen. Dann hätten wir auch mit unserem Freund Bier auch Fernseher aus Fenstern werfen können. Aber so sind wir einfach nicht.
Die erste Band die wir kennen lernen durften, waren Epic Holiday. Von deren Drummer waren wir mega begeistert. Wie ein junger Travis Barker trümmerte der Herr elegant auf dem Set.
Raumlos kannte Phil schon und wusste was ihn erwartet. Die anderen sahen die Freiburger Kollegen zum ersten Mal.
Solider Deutschrock, mit allen klassischen Elementen des Pogo, Mitklatschens und Mitsingens. Die durften bei einem rundum perfekten Gig ohne Mängel (meine Meinung, keine Ahnung was die Jury noch gesagt hat) sich für die nächste Runde qualifizieren.
Und dann haben wir uns in the Tape Riders verliebt. Zwei Gitarren und ein Synthimann haben großartigen Progessive/Postrock/Indie gezaubert, dass wir alle hin und weg waren. Am Nachmittag kam die Meldung durch, deren Proberaum sei geflutet und sie wissen noch nicht ob sie überhaupt kommen. Sehr spannend, dass wie sie ohne Drummer, den sie ursprünglich hatten, performed haben. Mit den Typen wollen wir unbedingt mal zusammen einen Gig spielen.
Die kamen dann natürlich auch eine Runde weiter.
Tatsächlich haben wir hier wirklich Kontakte geknüpft, was die Tri-Bune ja eigentlich bezweckt, aber nicht wirklich gut funktioniert hat. Siehe hierzu den Konzertbericht.

Dann wir, diesmal ohne technische Probleme (außer kurz einen Wackler am Drumpad), ohne Verspieler, ohne gerissene Saiten oder verstimmte Instrumente, lief alles gut, aber auch sehr schnell.
Im Grunde die gößte Kritik der Jury: Die Nervosität hatte man gemerkt. War zumindest der am häufigsten wiederholte Kritikpunkt. Man hat wohl auch gemerkt, dass wir erst seit etwas mehr als einem Jahr zusammen spielen. In Basel bei der Tri-Bune, ich meine mich zumindest an sowas zu erinnern, fiel das ungewöhnlicher weise gar nicht auf. Interessant, wie auch professionelle Jurybewertungen unterschiedlich sein können.

Naja und mehr war es dann auch nicht.
Wir sind hin, saßen viel rum, haben die anderen Bands kennen gelernt, haben gespielt und sind wieder heim.
Guter Abend, kaum Drama, kein Sieg aber trotzdem einiges mitgenommen.

Danke an alle die da waren Seli, die als einziger Fan überraschenderweise angereist kam. Wir haben uns riesig gefreut.

Eure,
Arsonist vs Fireman Arsonists vs. Firemen (im Plural bitte, PLURAL!)

(Nachts von Villingen nach Freiburg durch den Schwarzwald ist sehr gruselig: Ein Vine)


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