Sonntag, 26. Mai 2013

Konzertbericht: Tri-Bune III (Finale), Mulhouse

Das war ja gigantisch.
Anfangs waren wir noch überrascht, dass wir überhaupt in die Tri-Bune an sich gekommen sind und haben uns wie verrückt gefreut.
Dann Runde eins, Runde zwei und jetzt zum Schluss mit Runde drei das Finale der Tri-Bune 2013.
Vielen vielen Dank an alle beteiligten für diese wahnsinnigen tollen Erfahrungen die wir machen durften.
Die Jury/Booker, die Orgaleute generell und auch die Clubmitarbeiter waren alle so tolle Menschen. Badhuesli, Haus der Jugend sowie eben alle anderen wie beim Noumatrouff oder dem Jamhouse. Es hat so viel Spaß gemacht.

Nun zum Finale an sich.
Drei Bands aus jedem Land haben es in das Finale geschafft. Wir, oder zumindest Ich(Phil) dachte/n ja, es gibt nochmal eine Siegerehrung wer jetzt von uns dreien der "Beste" ist.
Aber ist ja eigentlich gar kein Contest. Das Thema hatten wir ja in den Berichten der vorherigen Runden.
So ist es ja schon was besonderes, überhaupt in der letzten Runde zu spielen. War auch echt super.

Inzwischen sind wir recht routiniert was das Packen des Equipments angeht und so waren wir recht schnell, nachdem wir Benis neue Gitarre(unbekannte Signature/Prototyp Gibson Les Paul) ausprobiert haben, auf der Autobahn gen Süden.
Wir waren dann nach badischer Pünktlichkeit fünf Minuten vor dem Puffer von einer halben Stunde für unsere Ankunft da und erstmal überwältigt von der Größe des Noumatrouffs und der ganzen Technik die da stand. Wahnsinn.
Ich kann nicht schätzen wie viele da rein gehen, ich werde es hier editieren. RIESIG!
EDIT: 600 Leute passen in den Raum.

Die Snaredrum wurde von beiden Seiten abgenommen, die Bassdrum hatte auch zwei Mikrofone and so on. Mega cool auf jeden Fall, Details wären zu ausschweifend.
Dann hatten wir eine Stunde Zeit für den Aufbau und den Soundcheck. Lief alles ziemlich gut mit den Franzosen. Top Laden.

Ich hatte ja anfangs wirklich Angst, völlig hilflos mich an Jan und Beni halten zu müssen(hab ich auch irgendwie trotzdem), weil ich quasi kein Wort Französisch sprechen kann. Lag nicht am Lehrer, sondern an mir.
Völlig bescheuert auch, wenn ich fast alles verstehe, zustimmend zunicke und dann auf Englisch antworte. Aber das kann ich ja zum Glück. Und die Meisten dort konnten auch Deutsch, das hat schon viel vereinfacht.
Ich hab ja das Gefühl, Deutsche und Franzosen bleiben trotzdem ewig Feinde, die Türsteher haben uns gehasst. War lustig mit denen.
Jan hat sich auch mit den Lichttechnikern angelegt, weil er Shineskis Licht richtig aufgebaut hat. Total bescheuert, war aber lustig.

Immer wieder haben wir von neuen tollen Sachen gehört: Es gibt Kameraaufnahmen(die vielleicht sogar mit gutem Mischpultsound unterlegt werden), eine Liveübertragung im Radio und im Netz, ein Interview dazu (gab es nie, das Mädchen haben wir nie wieder gesehen) und und und.
Richtig krass das alles.

Dann wieder die Angst unser Bus aus Deutschland mit den Fans kommt nicht. Dann kam er; völlig unnötige Angstmacherei. Zehn Leute (in den Bus passen an die 50 rein) haben sich die Freude nicht nehmen lassen, mit uns das Finale zu feiern.
Vielen Dank an euch, ihr seid die Besten.
Nur wirklich schade, das zeitgleich das Champions League Finale stattfand und auch noch zwei (ich hab ja keine Ahnung von dem Käse) Riesen auf einander treffen. Das ist natürlich wichtiger als für seine Freunde da zu sein. Nein, soll nicht so vorwurfsvoll klingen, aber war schon echt beschissen.
Man ist irgendwie enttäuscht durch die viele Absagen und weiß nicht, ob man auf Fußball an sich, die Freunde oder die Orga sauer sein soll, was ja auch eigentlich scheiß egal ist. Blöd gelaufen.
Es gab kurz die Überlegung, ob wir das Spiel dort übertragen können. Ist aber eigentlich Quatsch, darum haben wir es auch gelassen. Fußball oder Musik.

Dann wir. Eigentlich sind sich da Jury/Booker, Fans wie wir einig, dass das der beste Gig bisher war. Außer den üblichen kleinen Verspielern die mal passieren können, war das Konzert rundum richtig gut.
Wir haben die Setlist umgeworfen und damit dem ganzen eigentlich Bekannten neue Ansichten gegeben. Kam gut an.
Mehr gibt es da eigentlich auch nicht zu sagen.

Space Tourists nach uns waren auch sehr geil. Schön da die Vorstellung, dass es mal einen Drumcomputer und Synthesiser gab die inzwischen alle abgeschafft wurden, die Band es aber irgendwie geschafft hat, den "Elektrosound" beizubehalten. Sehr cool auf jeden Fall.

Fezziwig waren ganz nett. Recht lustig mit den bunten Bühnenoutfits von schicker Fliege über Hawaihemd, Unterwäsche only und bauchfreiem Strasstop. Warum wieso weshalb das Ganze wissen wir nicht. Das blieb leider besser im Gedächtnis als deren Musik.

Und spätestens jetzt entstand so ein leeres Gefühl. Der letzte hat begriffen, dass es nicht sowas wie einen Sieger gibt. Und nach den drei Bands fühlt es sich so an, als wär jetzt halt ohne dramatisches Ende die Geschichte fertig.
Man würde jetzt heim gehen oder noch andere Freunde treffen, aber man ist ja an den Bus gebunden, der zu diesem Zeitpunkt in ca. zwei Stunden fährt. Dann noch eine Stunde fahrt und dann vom Bahnhof noch nach Hause kommen.
Da war wohl auch bei den anderen Gästen die Luft raus.
Shineski waren als Special Guest sowas wie der Headliner des Abends, der alles nochmal gebührend abgeschlossen hat.
Ich war von denen mega begeistert. Auch hier: Immerhin kann ich Englisch um eine CD zu kaufen.
Aber wie gesagt, ein "richtiges Ende" gab es nicht und ich hatte zumindest im Gefühl, dass die meisten es sich selbst gesetzt haben, allerdings vor Shineski.
Und so war es ein Warten auf die ewige Heimfahrt mit musikalischer Untermahlung.
Vielleicht war es gar nicht so schlimm wie es hier wirkt.

Dann von allen Fans, Organisatoren, Bands und Helfern verabschiedet und ab nach Hause.

Im Auto gings dann nur um die vielen Meinungen die wir erhalten haben. Wichtige Kritiken wurden durchgegangen, Pläne geschmiedet und über vieles nachgedacht, was die Zukunft von Arsonists vs. Firemen bringt.
Wird natürlich alles nicht verraten.

War wunderschön, tausend Dank an Alle.

Stay tuned (wir sind ja jetzt die mega international aktive Band),

Arsonists vs. Firemen


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