Montag, 28. Juli 2014

Konzertbericht Jugend Kunst Parkour + Rock am Rhein

Man man man war das ein Wochenende. Drei Konzerte an zwei Tagen haben wir auch noch nicht gehabt. Wie es dazu kam erfahrt ihr später.

Als wir von dem Jugend Kunst Parkour im E-Werk gehört hatten, wollten wir sofort mitmachen. Das hat auch super geklappt. Nach einem kleinen Treffen zwischen den Orga-Leuten und Beni war dann klar, wie das Ganze ablaufen wird: Ein unplugged-Konzert am Freitag als Eröffnung der Ausstellung und ein volles plugged-Konzert am Samstag draußen auf dem Parkplatz vom E-Werk mit jeder Menge anderem Kram.
Beni und Ich (Phil) haben uns ab und zu getroffen um ein wenig mit Akustikgitarren zu proben, denn anders als bei bisherigen unplugged-Konzerten spielten wir diesmal nur zu zweit. Anfangs wurde viel experimentiert: Die Musik des einen Songs mit dem Text des anderen kombinieren um so zwei Songs zu fusionieren. Das hat so halb geklappt, war aber auch nicht gerade der Burner, also haben wir unsere Songs ganz klassisch behandelt und nur ein wenig an die Akustikgitarren angepasst.
Nebenbei hatte der Flo (unser Merch-Dude) bei der Arbeit ein Shirt mit unserem Logo an und ein Kollege meinte „Was soll das denn sein? 457?“ Also erstmal googlen was es so mit 457 gibt. Im Grunde nur Kaliber .457 und das sollte, inoffiziell und mehr scherzhaft, unser Bandname als unplugged-Duo sein.
Wir, .457, spielten dann Freitag ein schönes kleines Konzertchen im E-Werk zur Eröffnung der Ausstellung die echt sehr cool war. Das ging dann alles recht fix, war ja auch nur ein 20 minütiges Set.
Jetzt waren wir wild auf den Samstag in voller Montur mit den anderen beiden Komparsen.
Doch wurde im Vorfeld vorgewarnt, das Ganze bei Regen abzublasen. Und was war am Samstag? Regen. Wir packten einfach trotzdem alles in alter Tetris-Manier und was war am E-Werk? Nichts. Nur ein paar Leute die was abliefern wollten.
Nummern hatten wir schlauerweise keine. Auch ein paar Techniker warteten auf Anweisungen. Das Problem, wie man sich schon denken kann: Soll das nun alles wie geplant stattfinden oder komplett abgeblasen werden? Die Jazz- und Rockschule hat genauso wenig Interesse ihre Backline wie wir unser Equipment in den Regen zu stellen. Nach einigen Verhandlungen war dann aber klar, wir spielen einfach Innen. Was ich dann nicht verstehen konnte: Wieso kommen die anderen Musiker erst zum Soundcheck an und nicht schon zum Aufbau? Das komplette Equipment sollte doch schon zum Soundcheck fertig aufgebaut sein. So waren wir lange Zeit die einzige Band die zusammen mit den Technikern alles aufgebaut hat. Wir dachten uns dann noch, die anderen Bands dürfen dann beim Abbau helfen.
Dann der Anruf: „Hey, uns sind Bands beim Rock am Rhein abgesprungen, habt ihr Zeit und Bock?
Uff.
Also eigentlich hatten wir alle schon eine Menge eingeplant und damit eigentlich keine Zeit. Wirklich gar nicht.
Also erstmal Bandbesprechung beim nächsten Döner. Nach einigen Telefonaten waren wir uns aber einig, dass wir da spielen wollen. Jetzt haben wir wirklich einen Grund nach dem Konzert im E-Werk nicht beim Abbau zu helfen, schließlich mussten wir fix nach Breisach zum Festival.
Aber erstmal Jugend Kunst Parkour.
Die erste kleine Schulband haben wir nur so halb mitbekommen. Ich bin ja kein Fan von Schulbands. Fand ich schon in der Schule doof. Immer zu viele Musiker, damit zu viele Instrumente. Das ist wie mit den zu vielen Köchen die die Suppe versalzen. Oder wie das halt so im Volksmund heißt. Aber die Leute hatten alle ihre Freude, das ist doch was.
Danach EGAL, eine Deutschpunkband. Waren ganz coole Typen mit sau dämlichen Ansagen. Der Gitarrist hatte ein Funksystem an der Gitarre, ganz Kabellos konnte er durch den Raum rennen und spielen. War ganz witzig.
Zwischen den Bands hat dann noch das Schlauchorchester gespielt. So ein bisschen wie die Blue Man Group, nur ohne Farbe. Das war sehr geil gemacht.
Dann waren wir als letzte Band dran. Da gibt es leider nichts Großartiges zu berichten, war ein reibungsloses gutes Konzert. In dem Break in Terra Mater haben die Leute sogar mit geklatscht, das war super nice! Noch schnell ein Foto mit einem Papagei gemacht und Kontaktdaten ausgetauscht und dann schnell abgebaut. Viele Fotografen und Filmleute waren da, hoffentlich kommen wir an das Material.
Jetzt ratet mal wer dann noch geholfen hat die Backline abzubauen. Das machen wir natürlich gerne, ich finde es nur recht seltsam, wie wir das selbstverständlich immer wieder machen und so viele andere Bands erst kurz vor dem Konzert auftauchen oder direkt danach wieder abhauen. So eine Rockstar-Attitüde die wir eigentlich nicht brauchen. Unsere Egos sind eh zu groß um uns so Arrogant wie normale Rockstars zu verhalten. Wir sind nette Jungens, eure Großmutter findet uns hübsch und wir packen an wenn es was zu helfen gibt. Ist doch echt albern da auf cool zu machen. Nunja.
Erstmal ein kurzes Päuschen auf dem Parkplatz mit Bioiceteezeugz und Fritz Cola.

Dann rasch nach Breisach zum Rock am Rhein. Eigentlich war ausgemacht, wir spielen dort so gegen 21 Uhr, da wir ja eigentlich gar nicht könnten und dann wenigstens früh wieder in Freiburg sein wollten. Auf dem Timetable standen wir dann auf 1 Uhr nachts angesetzt. Dann etwas rumgeschoben und so haben wir den Abend um halb acht eröffnet. Riesen Bühne und das erste Open Air seit wir damals im Faust Gymnasium gespielt haben. Die Leute von Arsen Studios, die die komplette Technik machen waren super cool und haben ganz großartige Arbeit geleistet. Wir klangen wohl mega geil.
Es war einfach toll mal auf dem Festival von Karsten und dem Impuls zu spielen, sind Beni und Ich doch seit Anfang an jedes Jahr als Gast dabei. Und meine Güte habe ich schon viel Geld für Captain Morgan im Impuls gelassen. Da kann man auch mal ein Konzert spielen.
Und ganz toll war auch, unsere Freunde von Black Armadillo wieder zu sehen, vor allem mit neuem Drummer.
Das war ein Tag. Um zehn morgens getroffen um unser Equipment aus dem Proberaum zu holen und 12 Stunden und zwei Konzerte später sind wir wieder in Freiburg und platt. Trotzdem ging es dann noch auf Phils WG-Party, dessen Gäste Dank der beiden Gigs schon teilweise vor ihm da waren.

Viele Fotos haben wir leider noch nicht im Netz gefunden, aber ein paar hauen wir einfach hier unter den Artikel.
Es war uns eine Freude! Bald kommt das Album und die Crowdfunding-Geschenke und dann kommen auch schon die nächsten Gigs im Herbst.
Es grüßen,
die Arsonisten.

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